Sonntag, 22. März 2009

Natur bewusst wahrgenommen

Für den aktuellen Auftrag des Moduls "Nachhaltigkeit" wählte ich einen Spaziergang in der Nähe von Zuckenriet SG aus. Da ich zur Zeit nicht viel Freizeit habe, weil ich mich um die Kinder meines Bruders kümmern muss und der Abgabetermin der Bachelorarbeit nahe rückt, viel mir dieser Auftrag etwas schwer. 

Die Gedanken loszulassen ist mir schon einige Male besser gelungen und die Natur nutze ich eigentlich sehr bewusst als Erholungsraum. Ich geniesse die Ruhe und sammle sehr viel Kraft in der Natur - meist bei Wanderungen oder wenn die Zeit knapp ist, im Stadtpark. Ich habe das Gefühl, dass mich die Geräusche der Natur, das Wehen des Windes, das Schwanken der Bäume beruhigt. Es ist für mich eine Art des zu sich finden, sich wieder finden. Auffällig und Bewusst wird mir in solchen Naturerlebnissen, eine gewisse Überflutung an Geräuschen und auch Gedanken im Alltag. Durch diese kleinen Oasen fühle ich mich der Natur eigentlich sehr stark verbunden, auch bin ich auf eine Art und Weise froh oder teilweise stolz, Teil dieser Natur zu sein. 

Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft widerspiegelt meine Verbindung zur Natur nicht im entsprechenden Mass, aber ich bin mir meist bewusst, was und wie ich etwas tue und welche Folgen das mit sich zieht. Nebst meiner Verbundenheit zur Natur sehe ich mich aber auch als wirtschaftlich denkender Mensch, der in gewissen Belangen, wie z.B. der Benützung eines privaten Fahrzeuges, den Nutzen für die eigene Person in den Vordergrund stellt. In den meisten anderen Handlungen achte ich, mehr unbewusst als gezielt, darauf die Natur zu schützen und ihr Sorge zu tragen. 

1 Stunde den Säntis vor Augen

Im Rahmen meiner BAC-Arbeit waren Dreharbeiten AUF dem Säntis geplant. Nachdem wir oben angekommen waren, mussten wir feststellen, dass ein Dreh dort oben unmöglich war - der Boden auf der Plattform war so uneben, dass ein ruhiges Bild unmöglich gewesen wäre.

Nun denn, wieder hinunter - natürlich mit der Bahn -, einen Platz suchen, der eben war und der uns ein Bergpanorama bot. Gesucht, gefunden und alles eingerichtet, war es nun am mir, eine ganze Stunde lang ohne die geringste Bewegung dort zu stehen, den Blick auf den Säntis fixiert, der nun in der Abendsonne einen herrlichen Anblick bot.

Während mein Helfer sich abmühte, das Drehgestell mit Stativ und Kamera centimeterweise um mich herum zu verschieben und dazwischen jeweils ein Photo zu schiessen, musste, oder durfte ich, einfach dort stehen. Es war kühl aber das Drehbuch erlaubte mir keine Jacke anziehen - trotzdem fühlte ich mich gut und das Ganze hatte etwas meditatives an sich.

Eine Stunde lang blickte ich also auf den in der Abendsonne vor mir stehenden St. Galler Hausberg. Immer mehr Details gab der Berg von sich Preis, ich verglich die Schattenwürfe miteinander, suchte markante Stellen und stellte mir vor, genau dort zu sein, inmitten von zwei Meter hohen Schneeverwerfungen, auf dem Grad, dort wo man einen Schritt vor dem sicheren Tod entfernt war.

So war ich, auch mal abgesehen von den kühlen Temperaturen, doch froh, dass ich nicht "dort oben" stand sondern "hier unten", wo ich mich endlich wieder bewegen konnte.

Eine Stunde in der Natur...

Bei mir kommt es nicht oft vor, dass ich mich einfach so eine Stunde in die Natur setzte. Meistens gehe ich einer Aktivität nach.
Ich war diese Woche war ich am späten Montagnachmittag mit meinem Hund spazieren. Ich habe wegen des schönen Wetters die grössere Route gewählt und mich bewusst einige Zeit auf ein Bänklein gesetzt. Dabei hat mir die Sonnen ins Gesicht geschienen und ich hatte einen wunderschönen Ausblick auf den Bodensee.
Dieser Tag war wie das Erwachen aus dem Winterschlaft. Die Sonnenstrahlen haben mir neue Energie eingeflösst, die ich im Moment auch wunderbar brauchen kann. Auch waren die Gerüche ganz anders. Es roch schon etwas nach Bärlauch und das ist für mich das Zeichen, dass der Frühling nun kommt. Es war wirklich sehr entspannend die Wärme der Sonne zu spüren und dabei zu merken, wie sich die Stimmung automatisch hebt.
Auch meinem Hund habe ich angemerkt, dass sich seine Stimmung änderte und er irgendwie unbeschwerte wirkte.
Da wir ein Teil der Natur sind, können wir aus ihr auch Energie und vieles mehr schöpfen. Daher finde ich es wichtig, dass es ein Nehmen und Geben ist. Das heisst, wir können nicht nur von der Natur profitieren, sonder müssen auch schauen, dass es ihr gut geht.
Für mich ist die Natur sehr wichtig und ich schätze es sehr ein Teil davon sein zu dürfen. Ich glaube ich würde eingehen, wenn ich mich nicht mehr in der Natur bewegen könnte.

Montag, 16. März 2009

Spaziergang im Peter und Paul

Ich gehe sehr selten raus in die Natur, um mich einfach irgendwo hinzusetzen. Ich verbinde die Natur automatisch mit einer Aktivität wie Velo fahren, snowboarden, skaten oder auch spazieren. Am allermeisten kann ich mit der Natur „eins werden“, wenn ich mich in den Bergen befinde. In solchen Höhen kann ich auch ruhig einmal für einige Minuten sitzen und die gewaltigen Eindrücke auf mich einwirken lassen. Ich liebe die massiven Gebirge um mich herum, man kommt sich vor wie ein kleines Nichts. In der Natur kann ich wieder neue Kraft tanken und mich für einige Stunden völlig vom Alltag verabschieden. Ich bin gerne in der Natur, vor allem wenn die Sonne scheint. Mir macht es aber auch überhaupt nichts aus, wenn es einmal regnet oder schneit – meist werden aber dann die Aufenthalte in der Natur etwas kürzer.
Für mich ist ein richtiges Sommergewitter etwas sehr schönes. Zwar bevorzuge ich dann lieber unseren Sitzplatz – aber auch von dort kann man in solchen Momenten die unheimlichen Kräfte der Natur erleben. Für mich – und ich denke für viele andere Menschen auch – ist die Natur eine „Kraft- und Energiequelle“. Ich kann mich völlig entspannen und wieder neue Energie tanken. Auch wenn man einmal traurig oder wütend ist, vermag die Natur, einem wieder positive Lichtblicke zu schenken.
Es ist schon erstaunlich, wie stark die Natur unser Wohlbefinden beeinflussen kann. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie eng die menschliche Psyche eigentlich mit der Natur zusammenhängt. Wir stehen in wechselseitiger Abhängigkeit – die Natur ist abhängig von unserem nachhaltigen Verhalten und wir wiederum von ihr. Das sollten wir niemals vergessen!!

Schöne Plätze in der Natur, 16. März 2009

Die Wahrnehmungen, die ich in der Natur machen kann, sind für mich extrem wichtig und wertvoll. Dass ich in der Natur so gut auftanken kann, ist in meinen Augen nicht selbstverständlich. Ich brauche jeweils kein Geld, keine weiteren Ressourcen - einfach nur mich selbst und ein wenig Zeit. Naja, das mit der lieben Zeit ist momentan gerade nicht so einfach. Am Sonntag hat es aber geklappt, dass ich einen langen, gemütlichen Spaziergang durch den Wald machen konnte. Der firsche Duft der Bäume, der Rinde, des Moos'... Alles hat gestimmt. Von den Eindrücken so überwältigt, konnte ich den Gedanken freien Lauf lassen und musste keine Angst haben, dass ich wieder an die Schule denken muss. Als ich am Wochenende noch im Garten war, ist mir dies nicht so gut gelungen, da ich oft wieder auf die Uhr geschaut habe. Daraus habe ich gelernt, dass für mich enorm wichtig ist, dass ich wirklich nicht von etwas abgelenkt werde. Im Wald ist dies so gut gelungen, dass ich mich nachher erholt gefühlt habe und mit einer Arbeit intensiv weiterfahren konnte. Ich schätze dies an der Natur so sehr. Sie bringt mich immer wieder voll in Schwung. Dabei ist mir zudem egal, welches Wetter, dass draussen gerade ist. Bei Regen gibt es auch viele schöne Dinge zu beobachten, die mich gut gelaunt stimmen. Mit Fotos halte ich auch gerne Dinge fest, an die ich mich dann gerne erinnere.
Es ist mir bewusst, dass ich die Energiequellen der Natur weiterhin so intensiv nutzen muss. Es gibt mir so viel Kraft! Ich denke, dass dies für die kommende Zeit ganz wichtig werden kann.

Martina Bischof, LG06Fg

Meine Beziehung zur Natur

Für mich ist die Natur eine Ressourcenquelle. Ich kann jeweils sehr gut Energie tanken bei einem Spaziergang oder auch beim Sport in der Natur und besonders im Wald. Es hilft mir den Kopf zu leeren und für einen Moment dem Alltag etwas zu entfliehen und mir meine Zeit zu nehmen. Ich versuche deshalb nach Möglichkeit jeden Tag mind. 30 Min. zu Fuss draussen zu verbringen. Am Liebsten mache ich dies etwas ausserhalb der Stadt, im Grünen. Wenn es die Zeit einmal wirklich nicht zulässt, lasse ich auch den Gang zum Einkaufen oder etwas Ähnliches gelten, wobei ich dann immer merke, dass es nicht dieselbe Qualität hat. Es fehlt mir dann die Ruhe, welche für mich ebenfalls sehr wichtig ist.
Ich finde es auch sehr schön bei jedem Wetter draussen zu sein. Mir gefallen die vielen Facetten, welche die Natur dann hat. Klar bevorzuge ich es auch nach einer langen Zeit des Nebels oder Regens, wenn die Sonne scheint und ich mich vielleicht sogar noch einen Moment hinsetzen kann ohne gleich nass zu werden oder zu frieren. Aber für mich hat die Natur auch bei Regen, Schneefall oder Wind ihren Reiz. Dies habe ich gerade gestern wieder besonders bemerkt, als ich einen ganzen Tag auf fast 1000 m.ü.M. draussen verbrachte. Zuerst musste ich verregneten, nassen, schweren Schnee schaufeln, dann liess sich die Sonne kurz blicken und zum Schluss wurde ich noch etwas nass, weil es mehr regnete als schneite. Ich habe grossen Respekt vor der Natur und dem Wetter mit seiner Ehrlichkeit und Direktheit. Deshalb ist es mir wichtig meinen Beitrag zu einer nachhaltigen Zukunft zu leisten. Ich geniesse das was ich jetzt habe, möchte aber auch längerfristig denken und unseren Nachkommen ebenfalls die Möglichkeit lassen, Naturerfahrungen machen zu können.
Sabrina Hungerbühler, Lg06Fg

Sonntag, 15. März 2009

Joggen am See

Mir fällt es nicht sehr leicht, mich einfach in die Natur "zu setzen". In der Natur gehe ich vor allem joggen, Velo fahren, biken, spazieren und skaten. Am liebsten jogge ich am Bodensee entlang.
Deshalb ging ich an einem Morgen an diesem Wochenende früh raus um die Morgenstimmung am See zu geniessen und dabei zu joggen.
Wenn ich draussen in der Natur bin, kann ich abschalten vom Alltag, ich kann meinen Kopf 'durchlüften'. Ich freue mich auch immer wieder an der Schönheit der Natur. Für mich ist die Natur eine Oase.
Ich denke viele Menschen können in der Natur auftanken. Und trotzdem geben wir uns so oft nicht Mühe, der Natur Sorge zu tragen.
Ich stelle mir die Welt ohne die Schönheit der Natur vor. Kein Sonnenuntergang, keine Knospen an den Bäumen im Frühling, keine Bluemenwiese, keine rauschende Bächlein, keinen See… Unvorstellbar! Ich nehme oft die Natur als selbstverständlich. Gerade durch dieses Nachhaltigkeitsmodul wurde mir wieder neu bewusst, dass ich etwas dazu beitragen kann um unsere Natur zu erhalten.
Die Natur hat uns so viel zu bieten, doch oft nehmen wir sie gar nicht bewusst war.

Freitag, 13. März 2009

Achtsamkeit

Da ich immer zu Fuss in die PH gehe, fällt mir oft auf wie viele Autos sich auf dem PH- Parkplatz tummeln. Deshalb habe ich mir vorgenommen in dieser Woche darau zu achten wie oft ich das Auto benutze.
Am Anfang der Woche war ich noch etwas achtsamer, was die Benutzung des Autos angeht. Je länger die Woche aber dauerte, desto öfter nahm ich das Auto für Besorgungen oder ähnliches. Ich habe mir dann überlegt, ob es wirklich immer nötig war das Auto zu benutzen oder ob ich auch einfach zu Fuss oder mit dem Fahrrad hätte gehen können. Und ich musste mir eingestehen in den meisten Fällen wäre es auch ohne Auto gegangen.
Hat man ein Auto benutzt man es auch öfter. Man wird etwas bequem und nimmt schneller einmal das Auto aus der Garage. Gerade wenn das Wetter nicht mitspielt oder man in Eile ist.
Auch in meiner Nachbarschaft wird das Auto oft für kürzere Strecken verwendet, die eigentlich auch zu Fuss gegangen werden könnten. Die Benutzung des Autos ist in unserer Gesellschaft schon so zur Gewohnheit geworden, dass man gar nicht mehr darüber nachdenkt, sich anders fortzubewegen.

Achtsamkeit

Ich habe in dieser Woche besonders achtsam auf meine Umwelt und meine Mitmenschen geschaut. Dies fing damit an, dass ich mehr darauf geachtet habe, das Licht zu löschen, wenn ich einen Raum verlasse und auch den Radio ausschalte.
In dieser Woche ist mir auch aufgefallen, wie viele Autos tagtäglich auf unseren Strassen unterwegs sind. Meinen Weg zur PH absolviere ich immer zu Fuss. Ich habe am auf dem Weg mal Personen beobachtet, die mit dem Auto wegfahren. Bei vielen ist mir aufgefallen, dass sie nur zum Bäcker gehen oder schnell zur Post.
Ich habe mir dan überlegt, wie oft ich selber das Auto brauche. Dabei ist mir aufgefallen, dass auch ich manchmal das Auto nehme um zum Bäcker oder zur Post zu fahren. Ich glaube es ist sehr schwer, nicht immer das Auto zu nehmen wenn man eines hat. Gerade dann, wenn das Wetter draussen mal nicht so toll ist oder man einen sehr grossen Stress hat.
Durch diese aufmerksame Haltung in dieser Woche habe ich mir fest vorgenommen das Auto weniger zu benutzten.

Donnerstag, 12. März 2009

!!!!!! ACHTUNG !!!!!!

wie ihr seht, hab ich den Blog einwenig gestaltet ;-) wichtig ist, dass ihr jetzt die Möglichkeit habt, auf einen Klick alle Posts einer bestimmten Woche/eines Themas zu lesen.

Dazu habt ihr unten bei den Einträgen einen Link, welcher das Label anzeigt. Wenn ihr drauf klickt, seht ihr die entsprechenden Posts. Ist etwas übersichtlicher... 

Bei neuen Einträgen könnt ihr rechts unten auf "Alle anzeigen" klicken und das neue Thema wählen... (sonst mach ich das dann, spielt keine Rolle ;-) )

cheers 

chef ohara

Achtsamkeit

Ich habe diese Woche auf verschiedene Dinge geachtet. Z.B. achtete ich darauf, dass ich möglichst Lebensmittel aus der Nähe einkaufe. Ich esse sehr gerne Gemüse und eigentlich auch solches das nicht gerade Saison hat. Weil ich aber beim Einkaufen auf die Herkunftsländer achtete, verzichtete ich z.B. auf Zucchetti und kaufte stattdessen Wintergemüse wie Kohl, Kohlrabi, Rüebli und Sellerie. Ich kann das zwar nicht jeden Tag essen, wenn man es aber ein bisschen kreativ verarbeitet habe ich gemerkt, dass es doch auch mehrmals pro Woche geniessen kann.
Dann habe ich auch das Auto weniger benutzt, weil ich diese Woche zweimal mitfahren konnte und bin dann mit dem Zug nach Hause gegangen. Das hat mir sogar noch Spass gemacht und fand es entspannend, einfach in den Zug zu sitzen und an den Bahnhof chauffiert zu werden. Dann konnte ich noch nach Hause laufen was ich ebenfalls sehr schätzte, weil ich so gerade noch etwas Bewegung an der frischen Luft hatte. Ich fahre eigentlich sehr gerne Zug und bedauere es ein bisschen, dass es für mich so teuer ist. Ich bezahle für ein Ostwind - Abo mehr, als wenn ich mit meinem sparsamen Wägelchen und einer Kollegin nach Rorschach düse, weil ich die Alterslimite in der es noch günstiger ist, überschritten habe. Das bedauere ich eigentlich wirklich sehr. Aber ich habe mir diese Woche gerade überlegt, dass ich dann an meinen Arbeitsplatz evtl. auch wieder mit dem Zug fahre, weil es wirklich sehr angehem, bequem und glaube ich auch umweltfreundlicher ist und dann kann ich ja auch wieder ein bisschen mehr in die Tasche greifen. Mal schauen, ein guter Vorsatz ist es allemal.
Sabrina Hungerbühler LG06Fg

Achtsamkeit

Meine Achtsamkeit lenkte ich zuerst einmal auf das Autofahren, nicht zuletzt, weil ich in dieser Woche mein Auto verkauft habe...

Da ich also im Moment, rein theoretisch ohne Auto bin, fuhr ich sehr bewusst mit dem Auto meines Bruders, welcher sich zur Zeit in der Sonne wiegt. Man wird sich aber schon bewusst, wie oft man das Auto benutzt und vor allem wie oft es nicht sinnvoll ist es zu benutzen. Ich möchte jetzt nicht behaupten, ich werde kein Auto mehr kaufen, aber vielleicht achtsamer sein im Gebrauch dessen. Ob ich das längerfristig sein werde, weiss ich nicht. Meiner Meinung nach, ist es wichtig, sich gewisse Dinge kontinuierlich vor Augen zu halten, bzw. diese für bestimmte Dinge zu öffnen. Ich glaube auch, dass ein bewusster Umgang mit Ressourcen zwingend ist. Dafür sollte aber eben zuerst eine Achtsamkeit vorhanden sein für diese Probleme... Mir fallen zwar seit diesem Modul vermehrt Probleme der Nachhaltigkeit auf, aber leider habe ich nicht auf alles Einfluss. Aber warum braucht z.B. die PH plötzlich diese Bildschirme an den Eingängen? Ganz zu schweigen vom automatischen Türöffner.... 
Liebe Studierende,

Zwischen dem dritten und dem vierten Wochenimpuls melde ich mich als Ihre Blogbetreuerin einmal bei Ihnen. Mit grossem Interesse habe ich Ihr Schreiben verfolgt und habe nun insgesamt fast 80 Posts zu CO2-Rechner, Medienberichten und Vernetzungen gelesen. Ganz unterschiedlich kommen sie daher: ausführlich und gut untermauert durch Recherchieren manche, kurz und bündig und etwas gar allgemein gehalten andere, mehr oder weniger kritisch reflektiert ein guter Teil der Posts und vor allem beim Fussabdruck allesamt konkret auf die eigene Situation und das eigene Verhalten bezogen. Grundsätzlich kommt es mir vor, als hätten diese drei Wochen doch wichtige Bewusstseinsimpulse bei Ihnen ausgelöst (stimmt’s?). Es fallen Ihnen Tatsachen, Situationen, Gegebenheiten und Zusammenhänge neu und anders auf. Mit Kopf und Herz, so scheint es mir beim Lesen sind viele von Ihnen auf die Fragen der Nachhaltigkeit eingestimmt.
Ich habe gemerkt, dass bei Ihren Posts vieles aufscheint, was mich auch beschäftigt. Auf einen Punkt möchte ich dabei kurz eingehen:
Wir wissen zwar um die Zerstörungen der Umwelt, um die sozialen Probleme und Ungerechtigkeiten hier und andernorts in der Welt und wir sind in der Lage, die unbequeme Wahrheit eigentlich ganz gut zu sehen. Gleichzeitig richten wir unser Verhalten doch nur bedingt auf diese Tatsache ein. Wir schwenken rasch wieder auf die Schiene ein, dass der Staat, die Wirtschaft, die Mächtigen doch sollten (was absolut richtig ist) oder dass andere - die Amerikaner zum Beispiel - noch viel schlechter sind als wir (was auch richtig ist). Damit kommen wir allerdings in der allseits vernetzten Welt nicht weiter. Wir können, ja wir müssen dort etwas tun, wo wir unsere Fähigkeiten haben und wo unser Einflussbereich liegt. Und der ist gar nicht so klein, wie wir oft denken. Einzelinitiativen summieren sich zu ganz gewaltigen Resultaten, bevor die Politik oder diejenigen der Mächtigen, die nicht an den Klimawandel „glauben“ (als ob das eine Glaubenssache wäre!) sich zu etwas aufraffen können.
Klar ist, dass immer Widersprüche bleiben, wie eben jeder Mensch an sich schon widersprüchlich ist. „Die Grenze zwischen Gut und Böse verläuft mitten durch unser Herz“, hörte ich kürzlich und kann das gerade im Nachhaltigkeitshandeln bei mir bestens nachvollziehen. Ich weiss, dass ich im Alltag niemals 100% konsequent bin, dass ich an einer noch lange nicht nachhaltigen Institution arbeite und ich immer wieder abwäge zwischen verschiedenen Bedürfnissen und mich da und dort für einen kurzfristigen Gewinn entscheide. Dennoch - und das meine ich auch bei Ihnen zu spüren – ist das Leitbild Nachhaltigkeit fest im Denken verankert.
Ich melde mich noch einmal nach dem 5. Wochenauftrag. Ich wünsche Ihnen alles Gute beim weiteren Nachdenken über Handyrecycling, auf der Suche nach gerechtem Kaffee, nach T-Shirts ohne Kinderarbeit, beim Genuss von Äpfeln aus der Region und bei der Pflege von Kontakten.

U.Frischknecht

Eben habe ich eine Webseite gefunden, die Einzelne miteinander vernetzt, damit sie sich nicht so alleine vorkommen: http://www.carbonrally.com/

Mittwoch, 11. März 2009

Achtsamkeit beim ESSEN!

Einen Zettel mit der vorgegebenen Aufschrift habe ich wahrlich nicht geschrieben. Bewusst nahm ich mir den Vorsatz, bei jeder Mahlzeit ganz achtsam zu sein und meine Wahrnehmung auf mich und die Umwelt zu richten. In letzter Zeit ist es mir nämlich oft so ergangen, dass ich nach dem Essen vestgestellt habe, dass die Mahlzeit für mich ein Mittel zum Zweck geworden ist. Leider denke ich häufig, dass man viel Zeit sparen kann, wenn die Nahrungsaufnahme kürzer gestaltet wird. Neine - im Gegenteil, musste ich feststellen. Eigentlich ist diese Erkenntnis ja nichts Neues. Aber in einer hektischen Lebensphase überlegt man sich doch eher, wie man Zeit sparen kann. Ich habe gemerkt, dass viel mehr kostbare Zeit verloren geht, wenn ich dem Essen nicht die gerechte Zeit zuordne. So habe ich probiert, ob ich es schaffe, bei jeder Mahlzeit ganz präsent und achtsam zu sein. Am Montag ging dieser Schuss mehrheitlich nach hinten los. Wenn ich ehrlich bin, habe ich dies schon ahnen können! Gestern hat sich die Situation aber verbessert und das Resultat hat mich zuversichtlich gestimmt. Mein Wohlbefinden war gut, oder besser als zuvor. Es gibt Energie für die bevorstehende Arbeit (nicht nur Kalorien sondern wirkliche Energie?! So habe ich heute einen super Tag gehabt. Ich hoffe, dass ich den Wochenabschluss noch so geniessen kann und nicht wieder der Stress überhand nimmt. Für mich könnte es ein Vorsatz sein, diese Achtsamkeit weiterzuziehen...

Martina Bischof, LG06Fg, 11. März 2009

Fleisch vom Bauernhof

Alles beginnt damit, dass der Bestand an Fleisch in unserer Tiefkühltruhe sich dem Ende neigt. Es folgt ein Telefonanruf bei einer bekannten Bäuerin, Frau Füglister aus Braunau. Sie mästet in kleinerem Umfang Rinder, um sie dann schlachten zu lassen.

Wir teilen uns ihren Wunsch mit – in der Regel einen Viertel eines Kalbes – und nach ein paar Tagen ruft sie uns dann zurück, wenn sie eine Kalb soweit gemästet hat, damit man es schlachten lassen kann.

Frau Füglister kennt einen bekannten Metzger, der das Schlachten übernimmt. Dort holen wir das Fleisch (Schnitzel, Würste, Hackfleisch, Filets etc.) ab und verpacken es eigenständig so, dass es längere Zeit in der Tiefkühltruhe gelagert werden kann.

Selbstverständlich wäre ein Einkauf in der Migros mit weniger Aufwand verbunden. Aber nebst einem um die Hälfte besseren Preis wissen wir, dass das Kalb von der Geburt an bis zu seiner Schlachtung gut gehalten wurde und, was auch wichtig ist, wir wissen, dass Frau Füglister trotz des für uns Verbraucher tiefen Preises mehr verdient, als wenn sie es einem Grossverteiler geben würde.

Es gäbe viele Beispiele aufzuzählen, welche Produkte heutzutage direkt beim Bauernhof gekauft werden können. Denn es ist in der Tat so, dass die Produzenten, also in diesem Beispiele die Bauern, wenig verdienen, wenn sie mit Grossverteilern zusammenarbeiten. Es macht darum für uns Konsumenten, wie auch für die Produzenten Sinn, wenn der Zwischenhandel übergangen wird.

Achtsamkeit - Wahrnehmung

Mein Post-it klebt an meinem PC-Bildschirm, der unübersehbar auf meinen Arbeitstisch steht. Da ich zur Zeit viel Zeit am Compi verbringe (BAC-Arbeit), habe ich diesen Zettel sicher schon ein gutes Dutzend Stunden im Blickfeld gehabt.

Ja, im Blickfeld - aber ist es nicht so, dass im Leben die offensichtlichen Dinge, auch wenn sie spannend und interessant wären, nicht beachtet werden, weil wir a) unsere Gedanken fokussiert auf einen anstehende Prüfung, Arbeit etc. haben?, oder b) weil auch das Schöne, Spannende mit der Zeit nicht mehr beachtet wird? Ich denke dabei an das typische Beispiel des Arbeitsweges. Fährt man los, vermutlich noch unter Zeitdruck, da man spät dran ist, kreisen einem die Gedanken bereits um die anstehenden Aufgaben, was noch zu erledigen ist, was am Abend noch geplant ist, ob man nichts vergessen hat - und zwischendurch muss man über andere Automobilisten fluchen, weil sie mit 120 km/h auf der Autobahn die linke Spur blockieren.

Dabei gäbe es auch auf dem Arbeitsweg Weg gute Gründe, einen Blick nach "draussen" zu werfen, in die Natur, denn jetzt kommt doch langsam der Frühling - und das sieht man, wenn man genau hinschaut.

Ich nehme mir darum fest vor, auf dem morgigen Weg zur PH, nicht am alltäglichen Krimskrams herumszustudieren, sondern ich achte auf Hinweise, wie sich der sich ankündigende Frühling bemerkbar macht.

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Weltwoche, Ausgabe 05/2007 – "Klimaerwärmung, die Schweiz im Jahre 2050"
Die Schweiz wird gemäss dem Artikel überdurchschnittlich von der Klimaerwärmung betroffen sein. Die Schätzung des Anstiegs der Temperaturmittelwerte für das Jahr 2050 gehen aber weit auseinander: zw. 1.4 und 4.7° C. Für die Schweizer Landwirtschaft bedeutet dieser Anstieg der Temperaturmittelwerte, dass die Erträge insgesamt steigen werden, da die Vegetationsphase verlängert sein wird. Unsicherheit diesbezüglich besteht aufgrund der zu erwartenden Häufung von Wetterextremen. Die Schweizer Skigebiete auf der anderen Seite, profitieren, logischer weise, nicht vom Temperaturanstieg. Jedoch würden erst ab einem Teperaturanstieg im Mittel um plus 4°C einzelne Skigebiete aufgeben müssen. Die Gletscher jedoch werden 2050 tatsächlich ganz verschwunden sein. Die Auswirkungen auf den Tourismus dürfte jedoch minimal sein, zumal die zurück bleibenden Bergseen ebenfalls einen Attraktion darstellen dürften.

Spiegel (D), 27.01.2009 – „Klimawandel bedroht Kaiserpinguine“
Nach einer neuen Prognose könnten die Kaiserpinguine im Jahr 2100 vom Aussterben bedroht sein, sollte das antarktische Seeeis entsprechend den aktuellen Vorhersagen schmelzen. Dies haben Forscher des Instituts Woods Hole Oceanographic herausgefunden.

Zwei Unterschiedliche Artikel zum Thema „Klimaerwärmung“. Der eine (Weltwoche) beschreibt durchwegs auch positive Effekte der Klimaerwärmung. Der andere (Spiegel) hingegen greift einen Aspekt der Klimaerwärmung heraus und beschreibt dessen negative Folgen.

Leider hört man in den Medien dauernd nur negatives bezüglich Klimawandel. Dabei gäbe es durchaus auch positive Effekte zu erwähnen. Nur schon die Investitionen, die in den nächsten Jahrzehnten im Bereich „Grüne Technologien“ ausgelöst werden, werden weltweit Millionen von Arbeitsplätzen schaffen und zu einem Teil des Wohlstands, auch in der Schweiz, beitragen. Dass es auf der anderen Seite auch Verlierer geben wird, in diesem Falle die Kaiserpinguine, liegt auf der Hand. Doch anstatt Artikel über einzelne Bereiche zu verfassen, sollte das Ganze in Betracht gezogen werden.

Nachhaltiges Verhalten im Bezug auf den Klimawandel muss aus meiner Sicht nicht unbedingt mit Komforteinbussen einhergehen. Ich persönlich bin überzeugt, dass die "grünen Technologien" dabei einen Ausweg darstellen. Zu hoffen bleibt, dass die Schweiz diesen Trend nicht verschläft. Im Bereich Solaranlagen, wo sie vor gut zwei Jahrzehnten die Adresse war, machen jetzt andere Firmen aus Deutschland das gute Geschäft.

Der ökologische Fussabdruck

Resultate: Footprint: 4.7 CO2-Verbrauch: 21.9 t

Ehrlich gesagt, ich kann ich mit diesen Werten herzlich wenig anfangen. Da hilft es auch nicht, dass ich jetzt weiss, dass ein Ex-Mr.-Schweiz einen etwas tieferen Wert hat. Und mit 21.9 t CO2-Verbrauch soll ich im roten Bereich liegen, heisst es. Dabei bin ich im vergangenen Jahr genau ein einziges Mal mit dem Flugzeug unterwegs gewesen. Es gibt viele Menschen, die mehrmals wöchentlich mit dem Flugzeug irgendwo hin fliegen. Und genau hier habe ich ein Problem: Die Vorschläge, zB. ich solle Energiesparlampen nutzen und etwas mehr den öffentlichen Verkehr bevorzugen bringen auf die Jahre hin sicher die eine oder andere Tonne CO2-Ersparnis. Aber, ich bin nicht bereit, auf das angehme Licht einer Glühlampe zu verzichten, oder auf den Komfort des Automobils, wenn ich weiss, dass diese Bemühung von einer anderen Person mit ein paar wenigen Flügen zunichte gemacht werden.

Weitere Vorschläge, die ich befolgen sollte: Auf Ökostrom umsteigen und das Warmwasser von Solarenergie beziehen. Nur, was heisst zB. "Ökostrom"? - sind damit die Wasserkraftwerke gemeint, die einerseits mit billigem Strom aus Kohlenkraftwerke über Nacht den Speichersee wieder auffüllen, um dann am nächsten Morgen damit den "sauberen" Strom produzieren? Oder, die, weil es jetzt Geld vom Bund gibt, selbst unberührte Bergtäler mit Kleinstkraftwerken die Natur verschandeln?

Ich meine, je genauer man hinsieht, desto deutlicher merkt man, dass Nachhaltigkeit nicht von "unten" kommen kann, sondern, dass die Politik hier die Schritte vorgeben muss.

Achtsam werden

Ich habe mir den Post-it 'achtsam wahrnehmen, achtsam werden' letzten Samstag auf meinen Pult geklebt. Jedoch war ich in den letzten Tagen oft nicht zu Hause und deshalb wurde der Zettel auch nicht oft beachtet. Auch wenn ich ihn durchlas, vergass ich es irgendwie wieder bald.
Gestern Abend war ich noch lange weg. Als ich vom Bahnhof nach Hause lief, war ich ganz allein auf der Strasse. Keine Autos, keine anderen Passanten. Ich dachte mir "jetzt ist es ganz still". In diesem Moment kam mir der Satz 'achtsam wahrnehmen, achtsam werden' in den Sinn. Ich spitzte meine Ohren und versuchte alle Geräusche wahrzunehmen, die ich trotz der vermeintlichen Stille hörte. In der Weite hörte ich auf einmal ein Auto bremsen, dann hörte ich ein Motorrad davonfahren. Ich hörte das klirren der Fahnenstange, meine Schritte auf dem Asphalt, das Rauschen der Blätter im Wind, das Rauschen des Abwassers unter dem Kanaldeckel… Ich spürte den Wind in meinen Haaren, den kalten Wind der mir ins Gesicht blies, feine Tropfen auf meiner Haut… Ich sah wie sich die Fahnen im Wind bewegten, wie bei einem Haus in einem Zimmer das Licht ausging. Trotz der Dunkelheit nahm ich durch das genaue Beobachten die Farben von den Häusern, parkierten Autos, Gärten auf meinem Weg sehr bewusst war…
Ich bin den Weg vom Bahnhof zu meinem Zuhause schon x-mal gegangen. Jedoch habe ich ihn noch gar nie bewusst wahrgenommen. Deshalb war dies ein sehr interessantes Erlebnis für mich und ich merkte, dass ich so oft einfach durch das Leben gehe, ohne dass ich meine Umgebung bewusst wahrnehme.

Dienstag, 10. März 2009

Achtsam wahrnehmen und leben!!

Der Post-it Zettel war bei mir zuhause am Pult befestigt. Dort sah ich ihn am Morgen und prägte mir „achtsam wahrnehmen, achtsam leben“ ein, denn während dem Tag komme ich ihn nur schlecht zu Gesicht.
Am Morgen fiel mir auf, dass die Sonne wieder früher scheint und beim Aufstehen die Vögel zwitschern – endlich kommt der Frühling!! Die Tage werden wieder länger – man merkt es auch am Abend.
Im Bus fielen mir die vielen müden Gesichter auf. Gesprächen geht man am Morgen aus dem Weg – geht mir nicht anders – und jeder macht etwas für sich. Einige hören Musik, andere schauen verträumt aus dem Fenster und wieder andere sind am SMS schreiben. Ich habe mich gefragt, was man schon so wichtiges am frühen Morgen zu erzählen hat. Zum Thema Handy kam mir unsere Wegwerfgesellschaft in den Sinn. Gerade bei Handys muss es immer der neuste Schrei sein, ganz egal, ob das alte noch funktionieren würde. Hier entsteht massenhaft Abfall, welcher eine schwierige Entsorgung mit sich bringt. Das gleiche Problem sehe ich auch bei Computern, Fernseher etc. Ich widmete mich wieder meiner Musik zu und da kam mir noch ein anderer Gedanke. Von öffentlichen Verkehrsmitteln geht man aus, dass sie ökologisch sind. Aber unser Bus hat einen Motor. Sonst fahren sie mit Stromschienen. Ich glaube unser Bus ist einer von den wenigsten, wenn nicht sogar der einzige mit Motorantrieb. Warum genau weiss ich gar nicht.
Auch fiel mir am St. Galler Bahnhof auf, dass es verschiedene Möglichkeiten gibt, um einen Kaffe zu kaufen. Am Morgen hat niemand Zeit für einen „gemütlichen“ Kaffe, darum gibt es diesen immer in Plastikbechern – auch nicht gerade umweltbewusst.
Man hätte viele Ideen, wie man nachhaltiger leben könnte – aber nicht überall haben wir einen direkten Einfluss!

Freitag, 6. März 2009

Der Weg eines Hemdes...

Da ich gerne Hemden trage und gerade gestern eins in einer H&M Filiale gekauft habe, dachte ich mir, ich schreib einen Blog über Hemden.

Beginnen tut das Ganze dann wohl bei der Gewinnung der Rohstoffe. Da auf meinem erwähnten Hemd nichts spezielles erwähnt wird, kann ich hier keine genauen Angaben machen. Trotzdem denk ich, dass das Hemd, da es in China hergestellt wurde, auch die Rohstoffe aus dem asiatischen Gebiet stammt. So braucht es zuerst einmal Bauern, welche Baumwolle anpflanzen. Baumwolle ist eine reine naturfaser, welche auf grossen Plantagen angebaut wird. Sie wächst auf Sträuchern, verarbeitet wird die Frucht die aus grauweissen Fasern besteht. Nach der Ernte, welche wiederum von Bauern, aber meist mit Grossmaschinen, geerntet wird. Aus den einzelnen Fasern werden dann in Fabriken Garne gesponnen, die gegerbt, gefärbt und verwebt werden... ja, dann haben wir mal den Stoff, der jetzt zugeschnitten und vernäht werden muss. Danach werden die Knöpfe angenäht und die Hemden gelangen in einen Grosshandel. In Zeiten der Globalisierung werden die Grosshändler nun Verhandlungen mit verschiedensten Maklern aus verschiedensten Ländern, von verschiedensten Firmen führen und in grossen Mengen verkaufen. Danach werden die Hemden verschifft und in Verteilzentren zwischengelagert. Von diesen Lagern aus, gehen die Hemden dann in die kleinere, nationale Lager und von da aus in die Filialen. 
Vor allem auf der Produktionsebene und der Rohstoffgewinnung bestehen meiner Meinung nach gewisse Probleme, wenn ich Produkte z.B. aus Asien kaufe. Ich habe z.B. keine Gewissheit über Arbeitsbedingungen, Kinderarbeit, Zwangsarbeit oder über Löhne, welche die ArbeiterInnen erhalten...

Da ich als Student leider darauf angewiesen bin, günstig einzukaufen, komm ich nicht dran vorbei, bei Firmen einzukaufen, die auf möglichst "günstige" Produktion und hohe Absatzzahlen achten und weniger Wert auf ökologische und humanistische Aspekte legen... des Gewinnes wegen...


Mittwoch, 4. März 2009

Konsumgut Kaugummi

Ich bin ein richtiger Kaugummi- Junkie und habe eigentlich immer Kaugummis bei mir. Sollte dies mal nicht der Fall sein, bettle ich einfach bei anderen Personen um einen. Ich kaufe meine Kaugummis immer in der Migros, da es dort die sehr billigen M-Budget Kaugummis gibt. Ich habe mir bis an hin noch nie überlegt, wie so ein Kaugummi überhaupt entsteht. Was braucht es um einen Kaugummi herzustellen?
Kaugummis werden schon seit mehr als hundert Jahren in Fabriken hergestellt. Natürlich waren Kaugummis damals noch nicht so geschmackvoll wie heute.
Für die Kaugummiherstellung braucht es die Gumbase (Basis des Kaugummis), welche aus Fetten, Wachsen, Emulgatoren und Harze hergstellt werden. Danach wird Süssstoff beigemischt und alles wir in einem grossen Kessel erhitzt und geknetet. Das Aroma wird noch beigemischt und die Masse wird dann wieder abgekühlt. Danach wird die Masse ausgewalzt und dann zu Dragees geformt. Dies geschieht alles maschinell. Es gibt noch einige Zwischenschritte, die aber nicht erwähnenswert sind.
Als ich mich mit der Herstellung von Kaugummis beschäftigte, merkte ich recht schnell, dass dies eine mehrheitlich maschinelle Angelegenheit ist.
Natürlich sind auch Personen an dieser Herstellung beteiligt. Denn die Rohstoffe müssen gewonnen und in der Fabrik zusammengeschüttet werden. Die ganze Produktion muss überwacht werden und die Kaugummis werden regelmässig auf ihre Qualität hin überprüft.
Bis der Kaugummi dann in meinem Mund ist, muss er noch verpackt werden, was auch maschinell geschieht. Dann wird er ausgeliefert, ins Regal geräumt und von einer Verkäuferin oder einem Verkäufer an die Kunden abgegeben.
Ich habe mir von Anfang an gedacht, dass die Kaugummiherstellung eine maschinelle Angelegenheit ist, war dennoch erstaunt darüber, wieviele Menschen dennoch zu deren Herstellung beitragen und durch unseren Kaugummikonsum eine Arbeitsstelle haben. Ich war erstaunt darüber, wie viel Arbeit hinter so einem kleinen Kaugummi steckt und ich werde von nun an, mehr an die Menschen denken, die zu meinem Kaugummigenuss beitragen.

Montag, 2. März 2009

Konsumgut Ovomaltine

Schon seit ich ein kleines Mädchen bin trinke ich jeden Morgen mein Glas Ovi, darum möchte ich mich einmal damit beschäftigen. Die Ovomaltine enthält natürliche Rohstoffe wie Gerste, Malz, Milch und Kakao. Die Verarbeitung des Malzkorns in ein Extrakt ist eine aufwändige und langwierige Arbeit. Von der Rohstoffanlieferung bis zum fertigen Ovo-Rohprodukt wird der Fabrikprozess von einer Kommandozentrale aus gesteuert und kontrolliert. Diese Mitarbeiter/innen leisten sicher einen Beitrag dafür, dass ich jeden Morgen in den Genuss meiner Ovi komme. Weiteres sind die Bauer, welche die Rohstoffe liefern, evtl. die Zwischenhändler, der Einkaufsladen - mit all seinen Mitarbeiter/innen, ein Expertenteam, welches laufend anhand von Stichproben die Qualtität überprüft, die Hersteller der Maschinen in der Fabrik, zu nennen. Auch die Fahrer, welche die Ware von einem Ort zum anderen transportieren, spielen eine wichtige Rolle. Zum Schluss sind die „Tüftler“ zu erwähnen, welche immer wieder neue Produkte erfinden. Es gibt längst nicht nur den Drink mehr: Produkte wie Müesli, Snacks, ein Crunchy-Ice, ein Crunchy-Biscuit etc. sind auf dem Markt und lassen sich sehr gut verkaufen – die Zahlen sprechen für sich. Ich denke auch, dass die häufige Werbung im Fernseher, durch Sponsoring die Verkaufszahlen steigern.
In Beziehung zu den Menschen, welche mir täglich mein Glas Ovomaltine ermöglichen, stehe ich eigentlich nicht – ausser vielleicht mit der Verkäuferin/dem Verkäufer im Einkaufsladen.

Der Weg meines Morgen-Kaffees

Zu einem feinen Zmorgen gehört für mich einen Kaffee. Jedoch wie kommt der Kaffe von den Kaffeesträucher bis in meine Tasse?
Das Wachstum des Kaffees: Die meisten Kaffeekirschen stammen von Robusta- oder Arabica- Kaffeesträuchern. Von grün wechseln sie zu rot, sobald sie reif sind und gepflückt werden können. Nach der Ernte werden die grünen Kaffeebohnen aus den Kaffeekirschen extrahiert. Die Bohnen werden anschliessend gewaschen, getrocknet, sorgfältig selektioniert und für den Transport bereitgemacht.
Handel und Transport: Von den Farmen werden die Kaffeebohnen zu den Verschiffungshäfen transportiert und in die ganze Welt exportiert.
Röstung und Verarbeitung: Die Röstung verleiht der Kaffeebohne die braune Farbe und entfaltet ihr Aroma und ihren Geschmack. Das Rösten erfolgt in Maschinen, in denen der Kaffee extrem heisser Luft ausgesetzt wird. Nach der Röstung wird der Kaffee auf viele verschiedene Arten verarbeitet und verpackt: als Bohnenkaffee, Mahlkaffee, im Ein-Portionen-Beutel und als löslicher Kaffee. Danach wird der verpackte Kaffee mit Lastwagen in verschiedene Detailhändler gefahren. Dort kauft ihn jemanden aus meiner Familie und am Morgen kann ich dann einen leckeren Kaffee geniessen.

Wenn man diesen Weg des Kaffees durchliest, ist einem gar nicht bewusst, was dies alles für Arbeit bedeutet. Ich habe mir verschiedene Bildabfolgen darüber angeschaut und da wurde mir bewusst, durch wie viele Hände der Kaffee geht und wie viele Menschen daran beteiligt sind, dass ich am Morgen einen Kaffee geniessen kann. Bei jedem kleinen Teilschritt des Weges sind mehrere Personen daran beteiligt. Irgendwie ist es verrückt, dass ich den Kaffee trotzdem zu einem akzeptablen Preis zahlen kann. Ich denke gerade bei solchen Produkten ist es wichtig, dass man Fairtrade-Produkte kauft. Somit ist gewährleistet, dass die Bauern, die einen grossen Teil der Arbeit erledigen, einen gerechten Lohn bekommen.

2. März 2009, Coiffeur

Dienstleistung Coiffeur

Im Gespräch mit Kolleginnen und Kollegen wurde mir schon vor einiger Zeit klar, dass ich mit meinen kurzen Haaren ziemlich oft den Weg zu meiner Coiffeuse in Angrif nehme. Nach nicht etwa zwei Monaten haben die Haare wieder eine Länge, die mich nicht zufrieden stellt. Sie kommen mir ständig ins Gesicht, kitzeln nicht nur, sondern verursachen auf meiner Stirn mehr "Bibeli"... Jaja, das ist so eine Sache. Als Studentin könnte ich zudem das Geld eigentlich für andere Dinge einsetzten. Studiengebühren vielleicht??? Da gäbe es noch zahlreiche andere Sachen, die ich mir mit dem Geld leisten könnte. Die kurzen Haare gehören aber zu mir und ich möchte sie nicht mehr "her geben" ;)
Was braucht es denn alles, damit ich diesen Luxus geniessen kann? Was ist notwendig, damit ich mit dem Ergebnis zufrieden bin? Über diese Dinge habe ich mir noch nie Gedanken gemacht. Es war für mich immer selbstverständlich, dass es diesen Service gibt. Im Folgenden setze ich mich mit diesen Fragen auseinander und überlege auch, was das vielleicht in Zukunft für mich beeiflusst oder ändert.
Damit ich diese Dienstleistung nutzen kann, braucht es Personal, dass ausgebildet und qualifiziert ist. Dieses Personal bruacht wiederum eine Arbeitsstelle, dank der sie das Können, ihr Beruf ausführen kann. Zum Glück habe ich ein Geschäft mit kompetentem Personal gefunden, das zudem sehr zentral liegt. Ich kann in Mörschwil auf den Bus, fahre genau 18 Minuten, steige aus und gehe nur eine Minute zu Fuss. Der ÖV muss aber vorhanden sein, ansonsten müsste ich mit dem Auto gehen und die Parkgebühren zahlen. Diese wären teurer als der ÖV.
Der persönliche Kontakt ist mir sehr wichtig. Stimmt die Harmonie mit der Bedienung, kann ich den Besuch geniesse, die Kopfmassage auskosten und gehe nicht nur mit einer neuen FRisur aus dem Geschäft, sondern auch ein bisschen erholt. Dies ist für mich ein wichtiger Teil des Termins. Dass die Frisur dann meinen Wünschen entspricht, wünsche ich der Coiffeuse sehr. Ansonsten hätte sie mich als Kundin verloren. Die Bezahlung zum Schluss muss für mich als Studentin auch angemessen sein. Sind die oben genannten Punkte erfüllt, hat sich die Dienstleistung für mich gelohnt.
Ich bin mir im Klaren, dass meine häufigern Besuche des Coiffeurs/der Coiffeuse minimiert werden könnten. Ich sehe aber nicht ein, wieso ich dies (ausser meinem Konto zuliebe) machen sollte. Ich benutze den ÖV und unterstütze das Geschäft der Haareschneider. Da kämen mir anderer Dinge in den Sinn, die ich mir vornehmen sollte.

Martina Bischof, LG06Fg

Konsumgut Eier

Weil ich Vegetarierin bin, achte ich bei der Ernährung etwas auf die Zufuhr von Proteinen. Ich habe mir deshalb angeeignet, pro Tag mindestens ein Ei zu essen. Dabei ist mir die Qualität sehr wichtig. Obwohl das Haushaltsbudget nicht sehr gross ist, habe ich mich vor etwa einem Jahr entschieden, bei diesem Konsumgut darauf zu achten, dass es aus der Schweiz, wenn möglich aus der Region, und aus der Freilandhaltung stammt, auch wenn es etwas teurer ist. Ich gehe meistens in die Migros einkaufen und weiss, dass die Eier welche ich dort einkaufe, teilweise vom Freilandhof von Herrn Inauen aus Appenzell stammen.
Bei den Beteiligten für das Konsumgut stehen an erster Stelle die Hühner und indirekt eigentlich auch die Personen, welche die Nahrung herstellen und evtl. auch die Personen welche an einem Hühnerstall, wenn dieser nötig ist, beteiligt waren. Auf der Internetseite vom Rütihof habe ich gesehen, dass dort 5 Personen beschäftigt sind, welche die Tiere 365 Tage im Jahr betreuen und verschiedenen Aufgaben nachgehen. Sie müssen die Eier entnehmen, kontrollieren, datieren und verpacken. Dann kommen die Eier mit dem Lastwagen in die Migros. Dafür braucht es einen Chauffeur/eine Chauffeurin. Wie es dann bei der Migros weiter geht, weiss ich nicht genau. Aber es braucht bestimmt auch wieder mehrere Personen welche arbeiten müssen, bis die Eier im Regel zum Verkauf bereitstehen.
Ich profitiere von der Fähigkeiten folgender Berufe: Landwirt/in, Lehrling, Chauffeur/in, Disponent/in, Mitarbeiter/in Migros, Kassierer/in usw. Ich denke nicht, dass ich alle Personen aufzählen konnte. Dabei habe ich nur Kontakt zu der Kassiererin / zum Kassierer. Ich bemühe mich freundlich zu sein an der Kasse. Der Kontakt beschränkt sich aber meistens nur auf ein paar wenige Worte und vielleicht noch ein Lächeln. Es entsteht also keine besondere Beziehung.
Ich finde es spannend, mir das einmal bewusst zu überlegen und zu hinterfragen. Es hat bei mir mehr Wertschätzung für das Produkt ausgelöst. Ich werde es nun mit mehr Respekt, gegenüber der Arbeit welche dahinter steckt, einkaufen.