Montag, 11. Mai 2009

Bring und Holaktion

Frage 1:

Teilweise war es schwierig zu entscheiden, was man selbst nicht mehr braucht. Bei einigen Gegenständen macht man sich gar keine Gedanken ob man es noch braucht oder nicht. 

Frage 2:

Kriterium war ob man es noch braucht, oder wie lange etwas schon ungebraucht herumsteht. Mit was könnte man andern eine Freude machen.

Frage 3:

Bei manchen Gegenständen macht man sich Überlegungen darüber, ob man es wirklich weg geben will, da man schon an den Sachen hängt. Bei anderen Dingen ist man eigentlich froh, dass sie weg sind, vor allem wenn andere Freude haben könnten.

Frage 4:

Teilweise war es ein bisschen komisch zu wissen, dass die Gegenstände jemanden aus dem Jahrgang gehörten. Bei gewissen Gegenständen wie Kleidungen oder ähnliches wäre mehr Anonymität von Vorteil. Die Frage stellte sich manchmal, was denken die vorigen Besitzer, wenn wir dann mit diesen Gegenständen herum laufen. 

Frage 5:

Vielleicht ist das ein Zeichen, dass die Gegenstände wirklich nicht mehr zu gebrauchen sind ;-) 

Frage 6:

Unsere Gruppe hat mehr gebracht als genommen. Viele Gegenstände gefielen nicht und man wollte auch nicht zu viel mitnehmen. 

Frage 7:

Eine Umsetzung in der Schule ist sehr gut denkbar, z.B. als Schulhausprojekt. Es kann vielleicht auch den Zusammenhalt in der Klasse fördern.  

Sonntag, 10. Mai 2009

Handeln für eine nachhaltige Zukunft


EINLEITUNG

Wir haben uns entschieden, nachhaltiges Handeln an der PHSG zu fördern. Dieser Grundgedanke leitete uns zur Idee, den Dozierenden für eine Woche die Flipcharts wegzunehmen.

Der ökologische Hintergrund dieser Aktion besteht darin, dass wir der Meinung sind, dass einige Dozierende - und auch Studenten - etwas gar verschwen-derisch mit dem Papier umgehen. So konnten wir bereits mehrfach beob-achten, dass ein ganzes Flipchart-Plakat mit nur wenigen Worten beschriftet wurde.

Dadurch, dass Dozierende und Studenten eine Woche lang auf die Flipcharts verzichten müssen, möchten wir sie dazu anregen, über deren Notwendigkeit nachzudenken und hoffe somit, dass Alternativen, die in dieser Woche zwangsläufig eingesetzt werden müssen, auch in Zukunft anstelle der Flip-charts genutzt werden.

Nachdem wir das Einverständnis von Herrn Benz, Herrn Sonderegger und von unserer Betreungsperson Frau Frischknecht erhalten hatten, entfernten wir die Flipcharts im Zeitraum vom 23. – 30. April 2009.


DURCHFÜHRUNG





















UMFRAGE

1. Mussten sie ihre Unterrichtsvorbereitungen abändern wegen den fehlenden Flipcharts? Wenn ja, was musste abgeändert werden?

2. Ungefähr wie viele Male wollten sie die Flipcharts benutzen und merkten während des Unterrichts, dass sie fehlten?

3. Was benutzten sie anstatt der Flipcharts?

4. Werden sie weiterhin mit der Alternative unterrichten oder wieder die Flipcharts benutzen?

5. Welche Gedanken haben sie sich bezüglich Nachhaltigkeit und der fehlenden Flipcharts gemacht?

6. Kurze allgemeine Reflexion: Könnten sie bitte ein paar allgemeine Sätze zu ihren Erfahrungen in dieser Woche ohne die Flipcharts schreiben?


AUSWERTUNG DER ANTWORTEN

Die Auswertung der Rückmeldungen unserer Umfrage ergab, dass trotz der fehlenden Flipcharts der Unterricht im Südbau nicht beeinträchtig war und, dass auch die Planung diesbezüglich nicht angepasst werden musste.

Auf die Frage, ob die Flipcharts vermisst wurden, gaben alle 11 von 11 befragten Dozierenden an, sie hätten die Flipcharts in dieser Woche nicht vermisst und viele Dozierende bestätigten unsere Annahme, dass sie kaum oder nur in sehr geringem Ausmass, die Flipcharts überhaupt nutzen.

"Wandtafel" und "Whiteboard" sind gemäss Umfrage die Alternativen und diese werden bereits heute - und auch in Zukunft - anstatt der Flipcharts genutzt.

Die Minderheit der Dozierenden, die überhaupt Flipcharts benutzen, möchte in Zukunft vermehrt das Whiteboard nutzen und greift nur dann zu den Flipcharts, wenn die Informationen darauf mehrmals gebraucht werden können.

Die Frage Nr. 6 wurde von wenigen Dozierenden beantwortet. Viele von ihnen verwiesen auf vorhergegangene Antworten.


FAZIT

Es scheint grundsätzlich so, dass Flipcharts im Südbau kaum, oder nur in sehr geringem Ausmass benutzt werden. Die meisten Dozierenden nutzen für ihre Zwecke Alternativen, wie das Whitboard, oder die Wandtafel.

Viele gaben zudem an, dass sie diese Alternativen aus rein praktischen Gründen nutzen und weniger aus Gründen der Nachhaltigkeit.

Der einzige Grund, weshalb überhaupt Flipcharts benutzt werden besteht darin, dass die darauf festgehaltenen Informationen wieder hervorgeholt und somit weiter verwendend werden können. Wir vermuten jedoch, dass es aber auch für diesen Zweck Alternativen Formen zu geben scheint, denn viele Dozierende gaben an, niemals Flipcharts zu nutzen…

Unser Grundgedanke, dass sich Dozierende über die Notwenigkeit der Flipcharts Gedanken machen, hat Früchte getragen. Alle befragten Personen haben uns rückgemeldet, was sie bezüglich Sinn und Zweck dieses Hilfsmittels denken. Wir gehen deshalb davon aus, dass sie sich darüber Gedanken gemacht haben und hoffen somit, einen kleinen Beitrag zur Nachhaltigkeit an der PHSG geleistet zu haben.

Dienstag, 7. April 2009

Liebe Studierende,

obschon manche von Ihnen durch die beiden letzten Wochenblogs mitten im Schlussspurt für die Bachelorarbeit „erwischt“ wurden, haben Sie sich doch mehrheitlich den Aufträgen zu Natur und Achtsamkeit gestellt und dabei Erfahrungen gemacht. Diejenigen, die ihre BA für eine Stunde weglegen konnten, fanden weitgehend, dass dies gewonnene und nicht vertane Zeit ist, dass durch den Aufenthalt in der Natur Energie, die vorher gefehlt hat, zurückkommt. Einfach nur sein, wahrnehmen, sich öffnen und die automatisierten Gedanken für eine Weile loslassen, das ist Balsam für die Seele und purer Stressabbau. Danke für die eindrücklichen Beschreibungen und Selbstbeobachtungen! Entspannung, Ruhe, Vertrauen, Schönheit, Fluss des Lebens, Eingebundensein sind Stichwörter, die aufscheinen. Diejenigen, die sich jetzt nur theoretisch über ihre Naturbeziehung geäussert haben oder im Auto/Zug die Natur „erlebt“ haben mögen doch an einem herrlichen Frühlingstag die entgangene Erfahrung nachholen. Es lohnt sich!
Ihre Achtsamkeitsblogs erzählen viel über achtsames Handeln für eine nachhaltige Zukunft. Sie sind wirklich aufmerksam geworden für das, was Sie selber und andere tun oder unterlassen. Auch die PH kommt nicht ungeschoren weg, nicht zu Unrecht. Lassen Sie es uns doch wissen, wenn Ihnen etwas auffällt und ärgern Sie sich nicht im Stillen. Gemeinsam können wir mehr erreichen und etwas verändern.
Für mich hat Achtsamkeit zunächst nicht die Handlungskomponente, sondern ich versuche mit den Übungen oder Erinnerungszetteln aus automatischem Denken und Tun aufzuwachen und in Kontakt zu kommen mit mir selbst, bewusst und ohne zu urteilen im gegenwärtigen Moment zu sein, in Harmonie mit mir und der Welt zu leben. Die aus der Buddhistischen Praxis stammende Achtsamkeit hat sich säkularisiert und ist heute als Fundament zum Handeln weit verbreitet. Der Mediziner Jon Kabat Zinn hat mit seinen Büchern und CDs eine wunderbare Basis für Stille und Selbstbesinnung im Alltag geschaffen (Tipp auch für den hektischen Berufsalltag einer Junglehrerin/eines Junglehrers: Im Alltag Ruhe finden, Fischer Verlag, 2007).

Ich wünsche Ihnen von Herzen sonnige Ostertage mit viel Ruhe und Entspannung
U.Frischknecht

PS: In der Woche nach Ostern werde ich mich mit den paar wenigen Leuten aus meinen vier Bloggruppen in Verbindung setzen, die den Modulnachweis nicht vollständig erfüllt haben. Für die meisten gilt: Aufträge gut bis sehr gut erfüllt.

Sonntag, 22. März 2009

Natur bewusst wahrgenommen

Für den aktuellen Auftrag des Moduls "Nachhaltigkeit" wählte ich einen Spaziergang in der Nähe von Zuckenriet SG aus. Da ich zur Zeit nicht viel Freizeit habe, weil ich mich um die Kinder meines Bruders kümmern muss und der Abgabetermin der Bachelorarbeit nahe rückt, viel mir dieser Auftrag etwas schwer. 

Die Gedanken loszulassen ist mir schon einige Male besser gelungen und die Natur nutze ich eigentlich sehr bewusst als Erholungsraum. Ich geniesse die Ruhe und sammle sehr viel Kraft in der Natur - meist bei Wanderungen oder wenn die Zeit knapp ist, im Stadtpark. Ich habe das Gefühl, dass mich die Geräusche der Natur, das Wehen des Windes, das Schwanken der Bäume beruhigt. Es ist für mich eine Art des zu sich finden, sich wieder finden. Auffällig und Bewusst wird mir in solchen Naturerlebnissen, eine gewisse Überflutung an Geräuschen und auch Gedanken im Alltag. Durch diese kleinen Oasen fühle ich mich der Natur eigentlich sehr stark verbunden, auch bin ich auf eine Art und Weise froh oder teilweise stolz, Teil dieser Natur zu sein. 

Mein Handeln für eine nachhaltige Zukunft widerspiegelt meine Verbindung zur Natur nicht im entsprechenden Mass, aber ich bin mir meist bewusst, was und wie ich etwas tue und welche Folgen das mit sich zieht. Nebst meiner Verbundenheit zur Natur sehe ich mich aber auch als wirtschaftlich denkender Mensch, der in gewissen Belangen, wie z.B. der Benützung eines privaten Fahrzeuges, den Nutzen für die eigene Person in den Vordergrund stellt. In den meisten anderen Handlungen achte ich, mehr unbewusst als gezielt, darauf die Natur zu schützen und ihr Sorge zu tragen. 

1 Stunde den Säntis vor Augen

Im Rahmen meiner BAC-Arbeit waren Dreharbeiten AUF dem Säntis geplant. Nachdem wir oben angekommen waren, mussten wir feststellen, dass ein Dreh dort oben unmöglich war - der Boden auf der Plattform war so uneben, dass ein ruhiges Bild unmöglich gewesen wäre.

Nun denn, wieder hinunter - natürlich mit der Bahn -, einen Platz suchen, der eben war und der uns ein Bergpanorama bot. Gesucht, gefunden und alles eingerichtet, war es nun am mir, eine ganze Stunde lang ohne die geringste Bewegung dort zu stehen, den Blick auf den Säntis fixiert, der nun in der Abendsonne einen herrlichen Anblick bot.

Während mein Helfer sich abmühte, das Drehgestell mit Stativ und Kamera centimeterweise um mich herum zu verschieben und dazwischen jeweils ein Photo zu schiessen, musste, oder durfte ich, einfach dort stehen. Es war kühl aber das Drehbuch erlaubte mir keine Jacke anziehen - trotzdem fühlte ich mich gut und das Ganze hatte etwas meditatives an sich.

Eine Stunde lang blickte ich also auf den in der Abendsonne vor mir stehenden St. Galler Hausberg. Immer mehr Details gab der Berg von sich Preis, ich verglich die Schattenwürfe miteinander, suchte markante Stellen und stellte mir vor, genau dort zu sein, inmitten von zwei Meter hohen Schneeverwerfungen, auf dem Grad, dort wo man einen Schritt vor dem sicheren Tod entfernt war.

So war ich, auch mal abgesehen von den kühlen Temperaturen, doch froh, dass ich nicht "dort oben" stand sondern "hier unten", wo ich mich endlich wieder bewegen konnte.

Eine Stunde in der Natur...

Bei mir kommt es nicht oft vor, dass ich mich einfach so eine Stunde in die Natur setzte. Meistens gehe ich einer Aktivität nach.
Ich war diese Woche war ich am späten Montagnachmittag mit meinem Hund spazieren. Ich habe wegen des schönen Wetters die grössere Route gewählt und mich bewusst einige Zeit auf ein Bänklein gesetzt. Dabei hat mir die Sonnen ins Gesicht geschienen und ich hatte einen wunderschönen Ausblick auf den Bodensee.
Dieser Tag war wie das Erwachen aus dem Winterschlaft. Die Sonnenstrahlen haben mir neue Energie eingeflösst, die ich im Moment auch wunderbar brauchen kann. Auch waren die Gerüche ganz anders. Es roch schon etwas nach Bärlauch und das ist für mich das Zeichen, dass der Frühling nun kommt. Es war wirklich sehr entspannend die Wärme der Sonne zu spüren und dabei zu merken, wie sich die Stimmung automatisch hebt.
Auch meinem Hund habe ich angemerkt, dass sich seine Stimmung änderte und er irgendwie unbeschwerte wirkte.
Da wir ein Teil der Natur sind, können wir aus ihr auch Energie und vieles mehr schöpfen. Daher finde ich es wichtig, dass es ein Nehmen und Geben ist. Das heisst, wir können nicht nur von der Natur profitieren, sonder müssen auch schauen, dass es ihr gut geht.
Für mich ist die Natur sehr wichtig und ich schätze es sehr ein Teil davon sein zu dürfen. Ich glaube ich würde eingehen, wenn ich mich nicht mehr in der Natur bewegen könnte.

Montag, 16. März 2009

Spaziergang im Peter und Paul

Ich gehe sehr selten raus in die Natur, um mich einfach irgendwo hinzusetzen. Ich verbinde die Natur automatisch mit einer Aktivität wie Velo fahren, snowboarden, skaten oder auch spazieren. Am allermeisten kann ich mit der Natur „eins werden“, wenn ich mich in den Bergen befinde. In solchen Höhen kann ich auch ruhig einmal für einige Minuten sitzen und die gewaltigen Eindrücke auf mich einwirken lassen. Ich liebe die massiven Gebirge um mich herum, man kommt sich vor wie ein kleines Nichts. In der Natur kann ich wieder neue Kraft tanken und mich für einige Stunden völlig vom Alltag verabschieden. Ich bin gerne in der Natur, vor allem wenn die Sonne scheint. Mir macht es aber auch überhaupt nichts aus, wenn es einmal regnet oder schneit – meist werden aber dann die Aufenthalte in der Natur etwas kürzer.
Für mich ist ein richtiges Sommergewitter etwas sehr schönes. Zwar bevorzuge ich dann lieber unseren Sitzplatz – aber auch von dort kann man in solchen Momenten die unheimlichen Kräfte der Natur erleben. Für mich – und ich denke für viele andere Menschen auch – ist die Natur eine „Kraft- und Energiequelle“. Ich kann mich völlig entspannen und wieder neue Energie tanken. Auch wenn man einmal traurig oder wütend ist, vermag die Natur, einem wieder positive Lichtblicke zu schenken.
Es ist schon erstaunlich, wie stark die Natur unser Wohlbefinden beeinflussen kann. Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, wie eng die menschliche Psyche eigentlich mit der Natur zusammenhängt. Wir stehen in wechselseitiger Abhängigkeit – die Natur ist abhängig von unserem nachhaltigen Verhalten und wir wiederum von ihr. Das sollten wir niemals vergessen!!