Mittwoch, 11. März 2009

Nachhaltige Entwicklung in den Medien

Weltwoche, Ausgabe 05/2007 – "Klimaerwärmung, die Schweiz im Jahre 2050"
Die Schweiz wird gemäss dem Artikel überdurchschnittlich von der Klimaerwärmung betroffen sein. Die Schätzung des Anstiegs der Temperaturmittelwerte für das Jahr 2050 gehen aber weit auseinander: zw. 1.4 und 4.7° C. Für die Schweizer Landwirtschaft bedeutet dieser Anstieg der Temperaturmittelwerte, dass die Erträge insgesamt steigen werden, da die Vegetationsphase verlängert sein wird. Unsicherheit diesbezüglich besteht aufgrund der zu erwartenden Häufung von Wetterextremen. Die Schweizer Skigebiete auf der anderen Seite, profitieren, logischer weise, nicht vom Temperaturanstieg. Jedoch würden erst ab einem Teperaturanstieg im Mittel um plus 4°C einzelne Skigebiete aufgeben müssen. Die Gletscher jedoch werden 2050 tatsächlich ganz verschwunden sein. Die Auswirkungen auf den Tourismus dürfte jedoch minimal sein, zumal die zurück bleibenden Bergseen ebenfalls einen Attraktion darstellen dürften.

Spiegel (D), 27.01.2009 – „Klimawandel bedroht Kaiserpinguine“
Nach einer neuen Prognose könnten die Kaiserpinguine im Jahr 2100 vom Aussterben bedroht sein, sollte das antarktische Seeeis entsprechend den aktuellen Vorhersagen schmelzen. Dies haben Forscher des Instituts Woods Hole Oceanographic herausgefunden.

Zwei Unterschiedliche Artikel zum Thema „Klimaerwärmung“. Der eine (Weltwoche) beschreibt durchwegs auch positive Effekte der Klimaerwärmung. Der andere (Spiegel) hingegen greift einen Aspekt der Klimaerwärmung heraus und beschreibt dessen negative Folgen.

Leider hört man in den Medien dauernd nur negatives bezüglich Klimawandel. Dabei gäbe es durchaus auch positive Effekte zu erwähnen. Nur schon die Investitionen, die in den nächsten Jahrzehnten im Bereich „Grüne Technologien“ ausgelöst werden, werden weltweit Millionen von Arbeitsplätzen schaffen und zu einem Teil des Wohlstands, auch in der Schweiz, beitragen. Dass es auf der anderen Seite auch Verlierer geben wird, in diesem Falle die Kaiserpinguine, liegt auf der Hand. Doch anstatt Artikel über einzelne Bereiche zu verfassen, sollte das Ganze in Betracht gezogen werden.

Nachhaltiges Verhalten im Bezug auf den Klimawandel muss aus meiner Sicht nicht unbedingt mit Komforteinbussen einhergehen. Ich persönlich bin überzeugt, dass die "grünen Technologien" dabei einen Ausweg darstellen. Zu hoffen bleibt, dass die Schweiz diesen Trend nicht verschläft. Im Bereich Solaranlagen, wo sie vor gut zwei Jahrzehnten die Adresse war, machen jetzt andere Firmen aus Deutschland das gute Geschäft.

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