Montag, 2. März 2009

Konsumgut Eier

Weil ich Vegetarierin bin, achte ich bei der Ernährung etwas auf die Zufuhr von Proteinen. Ich habe mir deshalb angeeignet, pro Tag mindestens ein Ei zu essen. Dabei ist mir die Qualität sehr wichtig. Obwohl das Haushaltsbudget nicht sehr gross ist, habe ich mich vor etwa einem Jahr entschieden, bei diesem Konsumgut darauf zu achten, dass es aus der Schweiz, wenn möglich aus der Region, und aus der Freilandhaltung stammt, auch wenn es etwas teurer ist. Ich gehe meistens in die Migros einkaufen und weiss, dass die Eier welche ich dort einkaufe, teilweise vom Freilandhof von Herrn Inauen aus Appenzell stammen.
Bei den Beteiligten für das Konsumgut stehen an erster Stelle die Hühner und indirekt eigentlich auch die Personen, welche die Nahrung herstellen und evtl. auch die Personen welche an einem Hühnerstall, wenn dieser nötig ist, beteiligt waren. Auf der Internetseite vom Rütihof habe ich gesehen, dass dort 5 Personen beschäftigt sind, welche die Tiere 365 Tage im Jahr betreuen und verschiedenen Aufgaben nachgehen. Sie müssen die Eier entnehmen, kontrollieren, datieren und verpacken. Dann kommen die Eier mit dem Lastwagen in die Migros. Dafür braucht es einen Chauffeur/eine Chauffeurin. Wie es dann bei der Migros weiter geht, weiss ich nicht genau. Aber es braucht bestimmt auch wieder mehrere Personen welche arbeiten müssen, bis die Eier im Regel zum Verkauf bereitstehen.
Ich profitiere von der Fähigkeiten folgender Berufe: Landwirt/in, Lehrling, Chauffeur/in, Disponent/in, Mitarbeiter/in Migros, Kassierer/in usw. Ich denke nicht, dass ich alle Personen aufzählen konnte. Dabei habe ich nur Kontakt zu der Kassiererin / zum Kassierer. Ich bemühe mich freundlich zu sein an der Kasse. Der Kontakt beschränkt sich aber meistens nur auf ein paar wenige Worte und vielleicht noch ein Lächeln. Es entsteht also keine besondere Beziehung.
Ich finde es spannend, mir das einmal bewusst zu überlegen und zu hinterfragen. Es hat bei mir mehr Wertschätzung für das Produkt ausgelöst. Ich werde es nun mit mehr Respekt, gegenüber der Arbeit welche dahinter steckt, einkaufen.

5 Kommentare:

  1. Liebe Sabrina
    Es ist spannend,deine Gedankengänge zu verfolgen. Vielleich kann ich dir aus meiner Erfahrung etwas erzählen zum Konsumgut Eier...
    Wir verkaufen zu Hause ab Hof Eier, die unsere Hühner (aus Freilandhaltung)legen. Eine Nachbarsfamilie hat jeden Samstag den Weg auf sich genommen, um bei uns diese Eier zu kaufen. Dass unsere Hunde jedes Mal gebellt haben wie wild, hat sie dabei nicht gestört. Sobald wir am Samstag nach dem Mittagessen die Hunde gehört haben, stellte sich bei uns die Frage, wer die Eier im Keller holt. Jedes Mal durfte jemand anderes. Es klingelte auch schon an der Türe. Ein wirklich herzliches Lachen kam uns, nebst der leeren Eierschachtel, entgegen. Dann tauschten wir jeweils eine volle Eierschachtel gegen einen "Fünfliiber" und wünschten ein schönes Wochenende. Was ich aber besonders schön fand: Mit der Zeit entstand ein inniger KOntakt zu dieser Familie. Man hat sich über aktuelle Themen ausgetauscht und auch Persönliches wurde immer häufiger thematisiert.
    Ich schätze den persönlichen Kontakt bei Einkäufen auch immer. In der Migros fällt dieser leider etwas kurz aus; wie du auch gesagt hast.

    Martina Bischof, LG06Fg, 2. März 2009

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  2. Hallo Sabrina

    Dein Bericht ist sehr spannend. Ich finde es lobenswert, dass du trotz deines kleinen Haushaltbugets Eier aus der Schweiz, wenn möglich sogar aus der Region kaufst und dabei noch achtest, dass die Eier aus Freilandhaltung stammen. Trotz des höheren Preises lohnt sich meiner Meinung nach diese "Investition". Mach weiter so!

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  3. Hallo Sabrina
    Es ist sehr spannend, deine Ausführungen zum 'Weg der Eier in den Laden' zu lesen. Die Eier gehen schon durch so viele Hände, bis wir zu Hause essen können. Das Ei kommt in ihrer 'Ursprungsform' in den Laden. Ich stelle mir gerade vor, wenn man einen fertigen Kuchen in der Migros kauft, wieviele Menschen daran beteiligt sind. Da wäre das Ei nur ein ganz kleiner Faktor.
    Wie du geschriebe hast, finde ich auch, dass man durch diese Überlegungen die Produkte viel mehr zu schätzen beginnt.

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  4. Hoi Sabrina

    Wir haben uns vor kurzer Zeit darüber unterhalten, darum fand ich es spannend, deinen Beitrag zu lesen. Ich finde es wichtig, dass du trotz „nicht so grossem Budget“ darauf achtest, dass die Hühner artgerecht gehalten werden und die Eier aus der Region kommen. Auch da machst du indirekt etwas für die Umwelt, nämlich indem du lange Warentransporte vermeidest. Eigentlich bin ich sowieso der Meinung, dass der Verkauf von Batterie-Eiern verboten werden sollte. Aber wie du sagst, das einzig Richtige, was wir wirklich tun können, ist der Verzicht auf solche Produkte.

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  5. Hallo Sabrina

    Für mich war es auch sehr spannend, deine Ausführungen zu lesen. Für mich stellte sich früher nie die Frage nach regionalen Eiern, die aus guter Tierhaltung kamen. Da wir zu Hause immer selber fünf Hühner hatten, musste wir nie Eier in der Migros kaufen.
    Da ich nun aber nicht mehr zu Hause wohne, kaufe auch ich meine Eier in der Migros. Als ich das erste Mal vor dem Eiergestell stand, musste ich mir zu erst mal eine Überblick über das Angebot beschaffen. Ich habe mich dann auch für das etwas teurere "Us de Region, für d'Region- Produkt entschieden". Dies vor allem auch bezüglich des Hintergrundes der artgerechten Tierhaltung.

    Franziska Moser LG06Bg

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