St.Galler Tagblatt, Samstag, 21. Februar 2009:
Artikel "Die Modebranche wacht auf", S.8
Alle lieben günstige Mode, doch auch die hat ihren Preis. Denn zwei Millionen Tonnen Kleidung landen jährlich im Abfall. Eine Initiative soll in Grossbritannien ein Umdenken einleiten. Diese Initiative wurde vom britischen Umweltministerium ins Leben gerufen. Mehr als 300 Vertreter der Bekleidungsindustrie haben sich zu mehr Nachhaltigkeit bei Kreation, Herstellung und Vertrieb von Modeartikeln bekannt.
Handlungsbedarf ist bitter nötig. Denn der Hunger nach immer neuen Trends hat schwere Folgen für die Umwelt. Die Bekleidungsindustrie ist für den Ausstoss von 3,1 Millionen Tonnen Kohlendioxid und zwei Millionen Tonnen Abfall im Jahr verantwortlich. Dabei werden 70 Millionen Tonnen Wasser verbraucht. Ein Grossteil der Modeartikel lässt sich nicht wiederverwerten und landet auf den Müllhalden Afrikas.
Im Rahmen der Nachhaltigkeits-Initiative haben sich führende Supermarktketten und Hersteller verpflichtet, mehr Baumwolle aus biologischem Anbau anzubieten und Materialien einzusetzen, die sich leichter wiederverwerten lassen.
Im Artikel wird weiter noch beschrieben, dass den meisten britischen Konsumenten dies egal ist und es ihnen wichtiger ist modisch zu sein als auf die Umwelt zu schauen.
Ich denke, dass bei vielen solchen Initiativen das ein Problem ist. Wir leben heute in einer Konsumgesellschaft und möchten immer das Neuste, Schönste und Beste haben. Ob wir der Umwelt Schade zufügen oder nicht, ist egal. Ich finde es super, dass immer wieder verschiedene Initiativen gestartet werden um auch das Bewusstsein der Bevölkerung für die Nachhaltigkeit zu wecken. Bei einigen Menschen wird es auf taube Ohren stossen, jedoch werden auch viele Menschen zum Nachdenken angeregt und werden versuchen etwas zu ändern.
St.Galler Tagblatt, Montag, 23. Februar 2009:
Artikel "Wohnhaus mit Energieüberschuss", S.11
In Bennau entsteht das erste Minergie-Mehrfamilienhaus der Schweiz, das mehr Energie produziert, als es selber benötigt. Die Mieter erhalten ein Energieguthaben und können ihren Verbrauch selber steuern. Überschüssiges Warmwasser wird an Nachbargebäude abgegeben und Ökostrom ins Netz der Gemeinde eingespeist.
Das Ziel von diesem Projekt ist Folgendes: Heizölersparnis von mindestens 12000 Litern pro Jahr und ein Gebäude, das sich komplett selbst mit Energie versorgt. Und dazu noch Überschussenergie in Form von Warmwasser und elektrischem Strom produziert. Sozusagen ein Haus als Kraftwerk.
Bei diesem Projekt sind die Baukosten 15 Prozent höher, als bei einem gewöhnlichen Standarthaus. Ich denke, dass solche Häuser eine Zukunft haben werden. Falls gerade in kleineren Dörfern solche Häuser gebaut würden, könnte man das ganze Dorf mit 'eigener' Energie versorgen.
Für eine 5 1/2 Zimmer Mietwohnung in einem solchen Haus bezahlt man zwischen 2400 und 2700 Franken, inklusive Nebenkosten. Je nach Ortschaft/Kanton ist das nicht teurer als eine 'normale' 5 1/2 Zimmerwohnung.
Mir gefällt der Gedanken, dass man das Haus mit eigener Energie beliefern kann und sogar noch Überschuss hat.
Ich bin gespannt, wie dieses Projekt ausgehen wird und ob die Ziele erreicht werden können.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Liebe Rebecca
AntwortenLöschenDie Schilderung deines ersten Artikels hat mich schon nachdenklich gestimmt. Leider musste ich feststellen, dass ich eben schon ziemlich unwissend bin bezüglich Umweltschutz (obwohl sich dieses Gefühl bis anhin noch nie Breit gemacht hat). Aus dieser Erfahrung schliesse ich auch, dass ganz viele andere Leute unwissend-oder noch viel unwissender sind über die Geschehnisse gegenüber unserer Umwelt. Mit einem nicht sehr bewussten Kleiderkauf habe ich in diesem Fall bis jetzt solche tragischen Entwicklungen unterstützt. Das ist überhaupt kein angenehmer Gedanke. Da stelle ich mir doch die Frage, wie ich mein Verhalten verbessern kann. Hm, da bin ich den Engländern wohl ähnlich=( Natürlich habe ich als Studentin nicht einmal die Möglichkeit, es in hohem Masse zu übertreiben. Aber ich lege Wert auf meine Kleidung. Vieles ist zwar aus Baumwolle, weil ich das Material bequem finde. Würde ich aber ein anderes Material bevorzugen, wüsste ich nicht, ob ich darauf verzichten könnte.
Martina Bischof, LG06Fg, 24. Februar 2009
hej!
AntwortenLöschengleich zwei Artiekel, die einem ziehmlich dirket betreffen, mich stimmt es einmal mehr nachdenklich.
wnn ich an die grösse meiens Keliderschranks denke wird mir fast ein Bisschen unwohl. Man (oder ich zumindest) habe irgendwie immer wieder den Hang dazu, die Dinge die ich klar mitveranwtorte auszublenden.
Auch jetzt, wo ich das mit den Kleidern gelesen habe, sind mir relativ schnell dei Gedanken gekommen, dass ich ja nicht alles neu kaue und das meinste nachher auch weitergeben kann etc. trotzdemdürfen wir das alles nicht unterschätzen und müssen uns auch im alltäglichen Leben damit auseinandersetzen!!
Die Häuser sind mir ebenfalls sympatisch. Ist nur zu hoffen, dass sich diese auch längerfristig als sinnvoll erweisen werden. (damit meine ich, dass nicht wieder irgendelche Aspekte aufgedeckt werden, welche dei positiven Seiten in den Schatten stellen)
Hallo Rebecca
AntwortenLöschenAuch ich bin im St. Galler Tagblatt auf diesen Artikel gestossen. Die Idee, dass wir in Zukunft keine Kernkraftwerke und CO2-produzierende Heizungen mehr brauchen, wenn alle neuen Häuser so gebaut werden, finde ich faszinierend. Ich bin gespannt, wie lange es dauert, bis sich diese Bauweise in der Schweiz durchsetzen wird.
Ein Problem werden jedoch die bestehenden Altbauten bleiben. Diese können wahrschein¬lich nie so renoviert werden, dass sie denselben Standard erreichen.
Aber die Neubauten liefern ja überschüssige Energie, mit welcher ein Teil dieser Altbauten versorgt werden können. Somit wird in Zukunft die CO2-Produktion garantiert reduziert.
Nina Vadas LG 06Cb
Hallo Rebecca
AntwortenLöschenBeide Artikel haben mich sogleich angesprochen. Ich denke, auch das sind zwei Gebiete, die einfach zu verbessern wären. Ich gebe zwar manchmal meine Kleider weiter an Kolleginnen oder meine Schwester, jedoch ist es immer noch öfter der Fall, dass sie im Abfall landen.
Was die Häuser angeht; die machen für mich auch Sinn. Dieses Gebiet interessiert mich zwar, aber es ist weiter entfernt als die Kleider. Kommt vielleicht eher in der Zukunft!?
Liebe Grüsse Patricia LG06Cd
Ja ich denke, zum ersten Artikel vorallem, dass das doch eher auf Wunschdenken basiert. Abgesehen davon, dass es diese Initiative nun gibt, scheinen mir wirtschaftliche Punkte wichtiger. Erstens kaufen viele Leute nun mal einfach das, was zur Zeit in Mode ist, andererseits glaube ich nicht, dass viele Konzerne in einer wirtschaftlich schwierigen, Absatzschwachen Zeit vermehrt biologische Rohstoffe einsetzen, denn das würde wegen der höheren Kosten ja weitere Einbussen bedeuten.
AntwortenLöschenWenn ich in der letzten Zeit Berichte in Zeitungen oder Internet gelesen habe, hab ich mehr das Gefühl der Begriff Nachhaltigkeit ist zur Zeit "die" Mode. Mir persönlich fehlen bei solchen Berichten die konkreten Zahlen und Fakten.
Der Minergiestandard ist erst der Anfang. Mein Vater ist selbst Architekt und, dass die Häuser in Zukunft eine Null-Energie-Bilanz aufweisen, das ist keine Träumerei, sondern, das wird in naher Zukunft ganz klar Standard werden.
AntwortenLöschenIch möchte aber hier auf einen anderen Aspekt hinweisen: Die Schweiz ist sehr dicht besiedelt. Eigentlich ist es, in der Schweiz, fast unmöglich, Einfamilienhäuser als ökologisch sinvoll zu bezeichnen, selbst wenn sie mehr Strom produzieren, als selbst verbrauchen. Denn der Platz, den ein Einfamilienhause verbraucht, ist enorm - bezogen auf die wenigen Menschen, die darin leben.
Möchte diesen Input geben, da diese Problematik in Zukunft noch verstärkt zu reden geben wird.