Donnerstag, 26. Februar 2009

Nachhaltigkeit in der Modebranche und Mitspracherecht für Naturschützer

Ich habe zwei Artikel aus dem St. Galler Tagblatt ausgelesen. Beide stammen von der Seite www.tagblatt.ch. Am 20 Februar 2009 habe ich einen Artikel zum Thema Nachhaltigkeit in der Modebranche gefunden. Darin wird beschrieben, dass die Designer wegen der Wirtschaftskrise düstere Farben gesetzt. Es wird beschrieben, dass die Krise auch die Modeschöpfer zum Sparen zwingt. Bezüglich Nachhaltigkeit wird beschrieben, dass über 300 Designer, Händler und Hersteller ankündigten, die Umweltschäden aufgrund der Kleiderherstellung vermindern wollen. Zudem wollen sie sich für ein Ende der Ausbeutung von Arbeitern in der Produktionskette ein. Ich möchte dazu ergänzen, dass ich es sehr wichtig finde, dass sich die auch diese Branche mit dem Thema auseinandersetzt und ich glaube, dass es gerade hier eine Menge "Potential" gibt. Man hört leider immer wieder von Herstellern, dass die Produkte von Leuten hergestellt werden, welche dafür sehr schlecht bezahlt werden und teilweise unter schlimmen Bedingungen arbeiten müssen. Auch der Begriff Kinderarbeit taucht in diesem Zusammenhang leider immer noch auf. Ich kann mich an eine Dokumentation erinnern, in der vor ein paar Jahren gezeigt wurde, wie Kinder Fussbälle von Hand nähen, statt in die Schule gingen. Sie erhielten dafür einen undenkbar schlechten Lohn welchen sie zu Hause direkt abgeben mussten, weil sonst die Familie nicht durchkam. Solche Bilder und Geschichten wühlen mich immer sehr auf.

Den zweiten Artikel habe ich am 24. Februar 2009, ebenfalls unter www.tagblatt.ch zum Thema Verbandsbeschwerderecht von Naturschützern gelesen. Dort geht es darum, dass der Kanton das Verbandsbeschwerderecht im Jahr 2007 abgeschafft hat und nun wieder Stimmen zur Wiedereinführung laut werden. Es ist vorallem von einem Vertreter der Naturschützer geschrieben. Er meint, dass der Entscheid zu akzeptieren sei, aber nicht bis in alle Ewigkeit. Er ist der Ansicht, dass die Menschen heute wieder empfänglicher für Umweltanliegen seien als noch vor ein paar Jahren. Ereignisse wie die aktuelle Wirtschaftskrise hätten ein Umdenken bewirkt, deshalb besinne man sich wieder mehr auf "echte" Werte wie Nachhaltigkeit.
Die Naturschützer bekämen anscheinend regelmässig Anrufe von besorgten Bürgern welche z.B. melden, wenn irgendwo geplant sei, einen Baum zu fällen. Und der Naturschützerverband habe heute in solchen Fällen keine Möglichkeit mehr zu intervenieren. Deshalb möchten sie die Vorlage für die Wiedereinführung des Verbandbeschwerderechts in 2-3 Jahren wieder vors Volk bringen.
sabrina hungerbühler, lg06fg

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